Das persönliche Kennenlernen als Grundlage
Bevor ein Hund regelmäßig am Dogwalking im Münchner Osten teilnimmt, lernen wir uns persönlich kennen.
Dabei frage ich nach seinen Erfahrungen mit anderen Hunden und nach Situationen, die ihm möglicherweise schwerfallen.
Mich interessiert beispielsweise:
- Hat dein Hund regelmäßigen Kontakt zu Artgenossen?
- Wie verhält er sich bei direkten Begegnungen?
- Gibt es bestimmte Hunde, auf die er stark reagiert?
- Spielt er gerne und wie sieht sein Spiel aus?
- Kann er Grenzen anderer Hunde akzeptieren?
- Wie zeigt er selbst, dass ihm etwas zu viel wird?
- Hat er bereits schlechte Erfahrungen gemacht?
- Wie schnell beruhigt er sich nach Aufregung?
- Gibt es gesundheitliche Besonderheiten?
Deine Beobachtungen sind für mich wertvoll. Gleichzeitig kann sich ein Hund in Gegenwart seines Halters anders verhalten als innerhalb einer geführten Gruppe.
Deshalb ist das Kennenlernen der erste Schritt, aber nicht die einzige Grundlage für die Gruppenzuordnung. Entscheidend ist, wie sich der Hund während der tatsächlichen Eingewöhnung zeigt.
Wie ein neuer Hund in die Gruppe eingewöhnt wird
Der Einstieg in eine bestehende Hundegruppe bedeutet für einen neuen Hund viele Eindrücke: eine neue Betreuungsperson, die Abholung, das Fahrzeug, mehrere andere Hunde und ein möglicherweise unbekanntes Auslaufgebiet.
Einige Hunde wirken bereits nach kurzer Zeit, als wären sie schon lange dabei. Andere benötigen mehrere Touren, um sich sicher zu fühlen.
Ich versuche nicht, den Hund möglichst schnell in direkten Kontakt mit allen Gruppenmitgliedern zu bringen. Er darf beobachten und in seinem eigenen Tempo Vertrauen entwickeln.
Während der ersten Touren achte ich besonders auf:
- Körperspannung und Bewegungsverhalten,
- Blickkontakt und Abwendesignale,
- Nähe und Distanz zu den anderen Hunden,
- Reaktionen auf Annäherungen,
- Verhalten während gemeinsamer Ruhephasen,
- Orientierung an mir,
- Ansprechbarkeit bei Aufregung,
- Erholung nach sozialen Situationen.
Ein neuer Hund muss nicht sofort ausgelassen spielen. Häufig ist es ein sehr gutes Zeichen, wenn er ruhig mitläuft, schnüffelt und die Anwesenheit der anderen akzeptieren kann.
Echte Integration zeigt sich nicht nur in Aktivität, sondern ebenso in zunehmender Entspannung.
Wie Hunde miteinander kommunizieren
Hunde kommunizieren zu einem großen Teil über Körpersprache. Viele Signale sind fein und werden leicht übersehen.
Dazu gehören beispielsweise: